Bienengift

ENTSTEHUNG

Bienen produziern in zwei Drüsen im Hinterleib zwischen dem Schlupf und ihrer Rekrutierung als Sammelbiene die Komponenten des  Giftes.

  • Verantwortlich sind hierfür die saure und die alkalische Giftdrüse.
  • Die Sekrete sammeln sich in der Giftblase.
  • Diese ist bei Jungbienen zunächst entsprechend leer und wird bei Bienen im Laufe ihrer Entwicklung im Innendienst  gefüllt.
  • Am meisten Gift bevorraten demgemäß die Bienen während ihres  Wächterdienstes am Ende ihrer Innendienstlaufbahn und kurz vor oder während der Aufnahme ihres Sammeldienstes.
  • Die zwei Komponenten des Biengiftes ergänzen sich in ihrer Wirkung.
Giftstachel einer Biene

Bienengift wird von den Bienen beim Stechen mit dem am Hinterleibsende in einer Körperfalte liegenden Stachel in das Opfer injiziert.

  • Beim Gliedertier wie z.B. einem Insekt als Gegner gelingt ihr die Durchdringung nur an den sogenannten Intersegmentalhäuten.
  • Also zwischen den sklerotisierten Körperplatten, die einen Kerbtierkörper zusammenhalten und schützen.
  • An den flexiblen Häuten dazwischen sind alle Gliedertiere am empfindlichsten.
  • Auch die Bienen selbst versuchen hier sich gegenseitig zu stechen, um so Gift in die Körperhöhle des Gegnes zu injizieren.

    Bienengift ist für Bienen selbst tödlich.

Wenn zwei Bienen miteinander kämpfen, so sind dies keine ritualisierten Schaukämpfe, sondern es geht auf Leben und Tod.

Dieses geschieht zum Beispiel wenn zwei zeitgleich geborene Tochterköniginnen im Bienenstock aufeinander treffen.

Sticht eine Biene dagegen ein weichhäutiges Tier mit Innensklett, so kann sie ihren Stich theoretisch überall am Körper des Tieres anbringen.

Praktisch wird sie jedoch durch Fell und Federn an vielen Stellen daran gehindert, oder sie muß sich erst mühsam einen Weg bahnen.

Hier jedoch dringt sie nur wenig unter die Oberfläche.

Damit es beispielsweise auf einer Bärennase dennoch wenigstens ein bißchen beeindruckender für den Honigdieb wird, hat die Evolution der Biene den Kamikazetod angezüchtet.

Verjagt sie den Stockräuber nicht vor der endgültigen Vernichtung des Volkes, ist ihr Leben
praktisch wertlos geworden.

 

Mithin schadet es auch nicht mehr, wenn eine Biene sich nun beim Stechen den Hinterleib selbst zefetzt indem der Stachel beim Abfug vom Zielgebiet ausreißt.

Dieser ist ob seiner Winzigkeit viel schwerer vom gestochenen Agressor wieder zu entfernen, als eine ganze Biene, die sich mit einem Prankenhieb fortwischen ließe.

Der ausgerissene Stachel jedoch trägt einen eigenen Nervenknoten, der fortwährend die Stachelmuskultur antreibt die Stechborsten tiefer und tiefer in die Haut voranzutreiben.

Die ebenfalls anhaftenden Giftdrüsen und die Giftblase sorgen für Nachschub von Wirksubstanzen.

 

Die Wirkstoffmenge reicht bei größeren Tieren nicht zur Lähmung wie bei kleineren Kerbtieren sondern nur zur lokalen Schmerzauslösung und zum Anschwellen des Stichgebietes.

Hierbei ergeht es menschlichen Gegnern genauso wie zum Beispiel den Bären oder den Honigdachsen. 

GEWINNUNG UND AUFBEREITUNG

 

Bienengift wird gewonnen, indem Bienen durch elektrische Reizung zur unwillkürlichen Abgabe von Bienengift gebracht werden.

Das Bienengift wird entweder zwischen zwei  gespannten Folien gewonnen, deren erste von den Bienen durchstochen wird, oder  aber es darf auf unterliegenden Glasplatten antrocknen.

Die Folienmethode eignet sich zur Gewinning von  hochreinem Bienengift zu Injektionszwecken.

Die Glasplattenmethode dagegen ist eher geeignet Bienengift zur Salbenherstellung zu ernten. Beiden Methoden liegt  die Reizung über das Durchströmen des Bienenkörpers mit Stromstößen zu Grunde.
Die Bienen müssen dazu auf zwei Drähten stehen zwischen denen eine  Potentialdifferenz besteht. Vorzugsweise wird die Drahtstromfalle in der Nähe des Flugloches, am besten als Flugbrettchen ausgeführt.

Die so traktierten  Bienen sind jedoch besonders abwehrbereit, weshalb man sich Stöcken, die der
Gewinnung von Bienengift dienen nur mit äußerster Vorsicht nähern sollte.

Die Tiere lauern ob der Traktierung nur darauf den bösen Feind, den sie nicht ausmachen können endlich zu erwischen.

Biene mit Giftstachel

Bienengift dient vor allem der Behandlung von entzündlichen Gelenkerkrankungen.

  • Es hat eine stark durchblutungsfördernde Wirkung.
  • Bei Überdosierung meint der Patient tatsächlich gestochen worden zu sein.
  • Die Behandlungsstelle wird rot und heiß und schwillt sogar an wie bei einem Stich.
  • Linderung bringt einzig permanente Kühlung.
  • Mit einer fetten Salbe kann man noch versuchen das überschüssige Biengift wieder zu mobilisieren und von der Haut zu wischen.
  • In früheren Zeiten blieb jedoch garnichts anderes übrig, als tatsächlich Bienen zum Stechen zu verwenden.
  • Hierbei musste die verwendete Biene leider sterben, da ihr der Stachel samt anhängender
    Hinterleibsorgane ausreist.
  • Durch das Gift wird vom Körper aus den Nebennierenrinden Cortisol ausgeschüttet.
  • Dieses macht die Verwendung des Substitutes Kortison auf natürliche Weise entbehrlich. Entzündungshemung ist so für viele rheumatische Beschwerden erreichbar.

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